Über uns

In Zusammenarbeit mit den Akteuren im Quartier (örtliche Moschee, Kirchengemeinden, Schulen, Kindergärten, Vereinen) konnte durch Pro Wohnen die kultursensibele Seniorenarbeit intensiviert werden. Mitarbeiter von Sozialstationen, mobilen Diensten, Krankenkassen sowie Ärzte, konnten für Beratungen und Informationsveranstaltungen im Gemeinschaftsraum von Pro Wohnen gewonnen werden. Weitere Dienstleitungs- und Unterstützungsangebote wie beispielsweise ein Demenzcafé, Besuchsdienst im Krankheitsfall, Hilfe bei Behördengängen, kultursensibeler ambulanter Pflegedienst konnten im Quartier etabliert werden. Pro Wohnen wird immer mehr als Ansprechpartner für ältere MigrantInnen wahrgenommen, so dass neue Dienstleistungsangebote oder Projekte im Quartier die Erfahrungen und Kontakte anfragen und ihre Kooperation anbieten. Von Pro Wohnen gehen viele Aktivitäten, Projektideen und Kooperationsansätze für das Quartier aus.

Eine Wohnungsgenossenschaft, die in der räumlichen Nachbarschaft des Projektgebietes größere zusammenhängende Wohnungsbestände besitzt, beabsichtigt die Erfahrungen von Pro Wohnen auf den eigenen Bestand zu übertragen. Die Methoden und Strategien in der Beteiligung von MigrantInnen werden von vielen Kooperationspartnern gern abgefragt.

Über die Initiierung von verschiedenen Vortragsreihen und Informationsveranstaltungen werden Themen angesprochen, die neue Marktsegmente und Kundengruppen für Anbieter erkennen lassen. Beispielsweise konnte durch die Organisation von Veranstaltungen zum Thema Wohnberatung das Interesse an Maßnahmen in Bädern der Wohnungen der MigrantInnen gesteigert werden. Durch eine Präsentationsveranstaltung eines Sanitätshauses konnte die Gruppe der älteren MigrantInnen für die Produkte und Hilfsmittel interessiert und als potentielle neue Kunden gewonnen werden.

Kooperationen als wichtiger Faktor

Präventiv orientierte Informations- und Beratungsangebote für ältere MigrantInnen und die Unterstützung einer generationsübergreifenden Gemeinwesenarbeit sind wichtige Handlungsfelder in denen Pro Wohnen agiert. Versorgungslücken im Quartier werden nach wie vor aus der Perspektive der BewohnerInnen des Quartiers ermittelt und nach Möglichkeiten der Abhilfe gesucht.

Durch die Tätigkeit in Pro Wohnen erfahren die MitarbeiterInnen reges Interesse aus der gesamtstädtischen Ebene, so dass eine aktive Teilhabe im Integrationsrat (legitimiert durch Wahlen) und in der jeweiligen Bezirksvertretung entstanden ist. Das Thema ältere MigrantInnen konnte in den entsprechenden Gremien thematisiert werden und gewinnt dadurch auch im politischen Raum immer mehr an Bedeutung.

Die Angebote in der Anlaufstelle von Pro Wohnen konnten durch die Zusammenarbeit mit Netzwerken bzw. Netzwerkpartnern (örtliche Moschee, Kirchengemeinden, Netzwerk Tackenberg als Verbund von Stadtteilakteuren, Stadt Oberhausen und weiteren Akteuren) aufgebaut und intensiviert werden.

Erkenntnisse, Erfahrungen, Kontakte zum Thema ältere MigrantInnen werden in diesem Kontext ausgetauscht und gemeinsame Vorgehensweisen weiter entwickelt.

Durch die Brücken- und Scharnierfunktion von Pro Wohnen, seit 2010 als eingetragener Verein tätig, konnten auch stadtteilorientierte neue Ansätze von Beteiligungsstrategien umgesetzt werden.

Die Erfahrungen und strukturelle Vorgehensweisen sind durchaus auf andere Kommunen mit hohem MigrantInnenanteil übertragbar. Pro Wohnen steht für ein innovatives Wohn- und Dienstleistungsmodell für ältere MigrantInnen und bietet Antworten auf den demografischen Wandel.